achtsamkeit

achtsamkeit

Der Begriff entstammt ursprünglich der spirituellen Übungspraxis fernöstlicher Kulturen - wie z.B. des Buddhismus. Inzwischen erfährt Achtsamkeit aber auch im Westen Anerkennung und Aufmerksamkeit, die von diesen Wurzeln unabhängig ist.

Achtsamkeit beschreibt eine Haltung, in der Wahrgenommenes beobachtet und nicht beurteilt oder weiterverarbeitet wird. Diese grundlegende menschliche Fähigkeit kennen wir am ehesten über Begriffe wie Muße und Kontemplation. Im Laufe unserer westlichen gesellschaftlichen Entwicklung wurde dieses Potential allerdings stark in den Hintergrund gedrängt.

Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat die Hintansetzung von Empfindung zugunsten von Rationalität und die Verdrängung ethischer Aspekte zugunsten ökonomisch-materieller. Dass Achtsamkeit inzwischen im Westen eine so große Aufmerksamkeit bekommt, entspricht auch einer wachsenden Sehnsucht nach ursprünglicher Erfahrung.

Bei Stress, Burnout und Depression sowie bei chronischen Schmerzen sind die heilsamen Wirkungen der Achtsamkeitspraxis gut erforscht; man kann sagen, dass Achtsamkeit als ursprünglich spirituelle Haltung in der Mitte unserer säkularen westlichen Gesellschaft angekommen ist. Der Trendforscher Matthias Horx spricht schon von einer "Ära der Achtsamkeit“.

Gleichzeitig ist eine Vereinnahmung des Begriffs durch die "Selbstoptimierungs-Industrie" zu beobachten: der Achtsamkeitspionier Jon Kabat-Zinn nennt dies ironisch "McMindfullness".

Die hier beschriebenen Angebote wenden sich an Menschen, die einen fundierten Überblick über Formen und Wege des Übens sowie gelegentliche oder fortlaufende Impulse zu schätzen wissen.

So soll frei von jeglicher Beeinflussung durch die „richtige“ Schule entschieden werden, wie der Weg in ein achtsames Leben - sei es im Beruf oder im persönlichen Alltag, individuell jeweils einmalig - gestaltet werden kann.

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.
Krishnamurti