pilgern
für den frieden

R. Billmeier

Pilgern ist eine Achtsamkeitsmeditation im Unterwegs-Sein - und gleichzeitig eine Metapher für das Unterwegs-Sein im Leben. Es ist eine rituell der Hoffnung gewidmete Zeit. Für mich heißt Pilgern insbesondere: eine relevante Zeitspanne unterwegs zu sein: eher alleine, langsam, einfach, ohne ablenkenden Komfort, offen für die gegenwärtige Erfahrung, und damit auch in einer hoffenden Unsicherheit, die Voraussetzung ist für Erkenntnis und für ein „in Frieden kommen“ mit den Zweifeln des Lebens.

Als Mitglied der ehrenamtlichen Fundraising-Gruppe, die sich für die Sicherung und den Ausbau des Bildungs-, Kultur- und Friedensraumes Klosterkirche Gerode engagiert, möchte ich meine seit längerem geplante Pilgerreise mit dem Sinn und der Gemeinschaft dieser Gruppe verbinden und für einen größeren Kreis von Menschen öffnen, für Menschen, die mich auf meinem Weg und dieses Friedensprojekt des „Wegs der Mitte“ unterstützen mögen. Einen derartigen Impuls trage ich lange in mir, und er hat beim letzten Zusammentreffen der Arbeitsgruppe große Resonanz erfahren.

Mein Pilgerweg führt von Hildesheim nach Süden zurück zu meinen Wurzeln im bayerischen Voralpenland. Er lehnt sich an alte Pilgerwege an und ist so gewählt, dass wesentliche biografische Stationen im Norden (die letzten 35 Jahre) und in Bayern (auch fast mein halbes Leben) berührt werden. Innerlich, auf meiner persönlichen Ebene, geht es darum, einen bewussten Übergang ins Alter zu gestalten. Pilgern ist ja immer verbunden mit der Bitte um eine tiefere Erkenntnis und das ist hier: wie innerer Frieden in diesem Lebensabschnitt vertieft werden kann.

Das Friedensthema verbindet innen und außen. Es verbindet mein persönliches Anliegen mit einem überpersönlichen: mit dem Wunsch, durch den Pilgerweg einen Beitrag zum äußeren Frieden zu leisten. Und dies hat durch die Anbindung an die Entwicklung des Friedensraums im Kloster Gerode den stimmigen Weg gefunden. So bündeln sich verschiedene Ebenen heilsamer Potentiale: Als Pilgernder erfahre ich die unterstützende Energie der Gemeinschaft auf dem immer wieder auch beschwerlichen Weg (ca. 600 km in 4 Wochen). Das zu errichtende Friedenszentrum erhält einen finanziellen Beitrag (ab 10 c pro gewandertem km) von den Menschen, die das unterstützen mögen. Und diese werde ich in meine Fürbitten unterwegs mit ihren eigenen Heilungswünschen einschliessen.
Weitere Informationen mit der Option sich anzuschließen finden sich auf der Website

Wer den Pilgerweg zeitgleich im Internet verfolgen möchte, findet -> hier (PDF) eine Anleitung dazu.


In der Hoffnung, dass diese Pilgerreise die erste in einer größeren Reihe werden mag! Mit Vorfreude und Dank im Voraus an alle Interessierten.


Vom 25. bis 28. Juli wird - vom Kloster ausgehend und dorthin zurückkehrend - ein Pilger-Seminar unter diesem Thema stattfinden. Weitere Informationen dazu demnächst ebenfalls auf der Website des

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen!
Konfuzius